| Meine Liebe zu den
Hunden war von Kindesalter vorhanden. Leider konnten wir dort, wo ich
aufgewachsen bin, keine Haustiere halten. Ich konnte jedoch meine
Hundeliebe anderweitig doch recht gut ausleben. Meine Oma
mütterlicherseits hatte eine ausgebildete Polizei Hündin, um ihr grosses
Grundstück zu bewachen. Maya war eine wunderschöne Deutsche
Schäferhündin, welche ich über alles liebte. Wir besuchten meine Oma
fast jedes Wochenende und ich freute mich unglaublich darauf. Maya
erwartete mich immer voller Freude und wir hatten eine grosse Freundschaft
zusammen. Meine Grossmutter väterlicherseits hatte ebenfalls eine
Deutsche Schäferhündin, Gora. Sie war eine sehr dunkle und grosse
Hündin, welche mir manchmal schon ziemlich Respekt einflösste. Sie war
eine sehr gute Bewacherin, jedoch auch sehr lieb.
Nachdem beide Hündinnen verstorben waren, war
ich leider "hundelos". Es hat mich jahrelang sehr beschäftigt
und leider konnte ich dannzumal keinen Hund halten. Ich wurde älter und
mein Leben änderte sich insofern, als dass ich eine eigene Firma
gründete und dann war der grosse Moment da. Der Entscheid war relativ
schnell gefallen: Jetzt wollte ich unbedingt einen eigenen Hund. Ich habe
dann (ziemlich unwissend und nichtsahnend) eine Golden Retreiver Hündin
irgendwo in der Umgebung von Luzern gekauft. Meine Gina. Sie ist im Stall
aufgewachsen, mit wenig Kontakt zu anderen Menschen, geschweige denn
ordentlich geimpft und entwurmt. Aber es ging mir wie so vielen anderen
Ersthundebesitzern. Ich musste meine Gina von dort rausholen. Sie war
knapp 10 Wochen alt und wir hatten eine erste fürchterliche Nacht. Es
regnete in Strömen und Gina musste alle halbe Stunde raus. Sie hatte nur
noch blutigen und wässerigen Durchfall, dabei hatte sie hohes Fieber und
wir gingen am anderen morgen als allererstes in der Frühe zum Tierarzt.
Er diagnostizierte Parvovirose und das Leben von Gina hing an einem
seidenen Faden. Doch es gibt auch noch Wunder. Gina überlebte und wurde
meine beste Kameradin. Wir gingen zusammen in den Hundeverein und Gina
zeigte sich sehr talentiert und lernbereit. Wir waren ein tolles Team und
ich liebte sie über alles.
Ich arbeitete dann als Hausdame in einem grossen
Geschäftshaushalt in einer wunderschönen Villa am Bodensee. Mein Chef
richtete mir im Gartenhaus einen tollen Raum (natürlich geheizt) ein, wo
meine Gina sein konnte. Natürlich war sie alleine, ich konnte sie jedoch
mitnehmen zum einkaufen und nach dem Mittagessen hatte ich 3 Stunden frei
und wir waren fast jeden Tag am und im Bodensee. Meine spätere
Schwägerin Marta, welch ich im Hundeverein kennengelernt habe und
Rottweiler züchtete, fragte mich, ob ich mit meiner Gina nicht auch nach
Überlingen am Bodensee in den Rottweiler Club kommen wollte um zu
trainieren. Ein Golden Retreiver im Rottweiler Club??? Ich war schon sehr
skeptisch, doch es war eine sehr gute Entscheidung. Die Leute dort waren
sehr nett mit uns und wir konnten nochmals einen grossen Schritt in der
Ausbildung von Gina machen. Ein Mitglied des Vereins war ein Rottweiler
Züchter aus Friedrichshafen, Herr und Frau Neubrand war dort auch im
Hundeverein. Mich faszinierte diese tolle Rasse und mein Entschluss war
gefasst. Ich wollte einen Rottweiler. Nach Rücksprache mit meinem Chef,
welcher einverstanden war, fragte ich die Familie Neubrand, wenn sie denn
ihren nächsten Wurf haben würden. Es war ein grosser Glücksfall, ich
musste gar nicht lange warten und die Enkelkinder vom Weltsieger
"Willi vom Hause Neubrand" waren geboren. Ich suchte mir einen
Rüden aus. Den Namen konnte ich mitwählen und so hiess mein kleiner
Rotti: Quinn vom Hause Neubrand. Mit 8 Wochen holte ich Quinn nach Hause
und er wurde eine ganz toller Hund, den ich ausbildete für Begleithund
und Sanitätshund. Mein Quinn hatte nie einen Beissarm gesehen und wurde
überhaupt nicht Richtung Schutzdienst ausgebildet. Er war lammfromm. Ich
besuchte mit ihm Kindergärten und Schulen, um das Image der Rottweiler
aufzubessern und den Kindern den richtigen Umgang mit einem fremden Hund
etwas näher zu bringen. Leider lebten beide meiner Hunde nicht sehr lange
und ich musste viel zu früh von beiden Abschied nehmen. Danach war ich so
traurig, dass ich eine lange Zeit gewartet habe, um mich wieder mit dem
Thema Hund zu beschäftigen.
Ich lernte dann meinen heutigen Mann Zdenek
(durch meine Schwägerin Marta) kennen und ich hatte wieder langsam den
Gedanken an einen eigenen Hund. Wir hatten in dieser Zeit British Kurzhaar
Katzen, Diabolo, Jonny(er starb mit zwei Jahren und dann Wanja.
Der neue Hund sollte jedoch nicht mehr so gross wie Quinn sein,
pflegeleicht und doch irgendwie molossoid. Da gab es für uns: Möpse,
French Bulldogs, English Bulldogs und Boston Terrier. Wir telefonierten
dannzumal mit der Präsidentin des BTFS und sie sandte uns ein Portrait
über Boston Terrier. Das war genau dass, was ich mir vorgestellt hatte.
Klein, kurzharig, viel Temperament und ein Knautschgesicht mit Stehohren.
Wir waren beide begeistert. Man glaubt es kaum aber es gingen nochmals 8
Jahre ins Land, bevor wir unseren ersten Boston "Fargo Beauty
Gremlins" in die Arme schliessen konnte. In der Schweiz gab es keine
Welpen und wir kontaktierten dann den CBD und Herrn Milos Caban, welcher
uns verriet, dass wir vielleicht mal bei Klaudia Olsovska in die Slovakei
telefonieren sollten um nachzufragen, ob die Welpen schon auf der Welt
waren. Gesagt, getan. Es gab ein Telefongespräch in die Slovakei (mein
Mann spricht die Sprache, da er in Prag geboren wurde) und die Welpen
waren ca. 2 Stunden auf der Welt. Wir konnten dann Fargo in Deutschland
abholen, weil Milos Caban die Schwester von Fargo (Felina Beauty Gremmlins,
welche heute bei Nathalie Kremer lebt) in die Zucht nahm und so Fargo
gleich mitgenommen hatte. Fargo ist heute noch ganz etwas Spezielles für
uns. Er führt das Rudel mit ziemlicher Gelassenheit an und auch unser
zweiter Rüde WILDAX Love Mr. Snowman findet Fargo meistens ziemlich
klasse. So haben wir nun 2008 vier Bostons: Fargo (Slovakei), Snowman
(England), Aylin (USA) und Beauty (Finnland) in unserem Rudel und
sind sehr zufrieden mit der Wahl für die Boston Terrier. Für uns gibt es
keine tolleren Hunde und wir freuen uns nun auf unsere ersten Welpen,
welche im Frühjahr 2009 hoffentlich gesund und munter auf die Welt kommen
werden.

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